Stilrichtungsreferent (BKB):

          Andreas Busche
 
  Hervorgegangen aus:
          Chuan Fa, okinawanischem Karate
 

  Kata dieser Stilrichtung:
          spezielle Kempo Kata
 
 

  

Andreas Busche
 

Entstehung der Stilrichtung Kempo
 
"Faustweg". Japanische Bezeichnung für das chinesische Chuan Fa. Ebenso eine karateähnliche Selbstverteidigungsart, die in den 30er Jahren in Japan aus dem Chuan Fa entwickelt wurde und dem daraus entwickeltem Karate verwandt.
(Quelle: Karate - die offiziellen Regeln, Falken-Verlag)
 

Als Einleitung wollen wir zunächst das Wort "Kempo" erklären. Der japanische Begriff "Kempo" ist abgeleitet von der urspünglichen chinesischen Kampfkunst "Quanfa" (Kempo und Quanfa werden mit den gleichen Schriftzeichen dargestellt) und bedeutet übersetzt "Weg der Faust" oder "Wissenschalft vom Faustkampf". Quanfa/Kempo ist jedoch nicht nur die Lehre des Nahkampfes mit und ohne Waffen, sondern lehrt auch geistige und körperliche Kultur, die sich Jahrhunderte alten Traditionen entwickelt hat. Die Bezeichnung "Kempo" wurde bereits vor langer Zeit für das okinawanische Karate gebraucht. Bei "Kempo-Karate" handelt es sich um kombinierte Systeme, die aus einer Kombination aus dem okinawanischen Karate mit erweiterten chinesischen Elementen aus dem Kung-Fu enstanden sind. In den letzten Jahrzehnten hat sich Kempo-Karate auch in den westlichen Ländern verbreitet und weiterentwickelt. Es sind verschiedene Stilrichtungen entstanden. Im Vergleich zum traditionellen Karate steckt Kempo-Karate in Deutschland jedoch noch in den Kinderschuhen. Der in Deutschland unter Andyoko-ryu betriebene Kempo-Stil zählt zu einer vielseitigen und kompakten Kampfkunst. Als Schwerpunkte in der Ausbildung zählen: 

  • Konditionstraining 
  • Stellungen und Ausweichformen 
  • Blocktechniken 
  • Schläge, Stöße, Fingertechniken 
  • Tritt- und Fußtechniken 
  • Fallschule 
  • Würfe 
  • Kobudo (Bo, sai, Tonfa, Tsuruji) 

In den Grundlagen sind auch spezielle Kempo-Kata´s beinhaltet. In der Anwendung der Selbstverteidigung gehört auch das Erlernen von Waffentechniken wie Tonfa, Sai-Gabeln, Bo, Shinai, usw. Wie beim "American Kenpo" wird auch hier ein Schwerpunkt auf den Frei- und Straßenkampf gesetzt. Im Lehrprogramm beinhaltet sind ebenfalls Atemtechniken und die Umsetzung der weichen Bewegungen in harte und effektive Techniken.
 
Andreas Busche
Stilrichtungsreferent Kempo

(Quelle: http://www.karate-bayern.de/kempo)