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Wie lange machst Du schon Karate?
Fast solange wie mein Erinnerungsvermögen zurückreicht. Seit 1977, also zum Zeitpunkt dieser Fragestellung etwa 25 Jahre...
Welche Graduierung hast Du?
4.
Dan Shotokan und 1. Dan Goju Kai
Wie bist Du zum Karate gekommen?
Mit dem Auto... Nein, im Ernst: Durch meine Eltern, die beide angefangen haben und mich durch mein Karateleben bis heute begleiten.
Warum hast Du angefangen?
Was soll ich sagen? Als siebenjähriger Pimpf hat man keine genaue Vorstellung von Karate... Meine Eltern konnten sich keinen Babysitter leisten, wenn sie Karate üben wollten. Also blieb ihnen nichts anderes übrig als
mich und meinen Bruder mitzuschleppen. Nicht die schlechteste Idee meiner Eltern, so nebenbei bemerkt.
Warum machst Du es immer noch?
Eine interessante Frage und sicherlich nicht in so einem Rahmen zu beantworten. Nach einem Vierteljahrhundert durchgängigen Karatetrainings und Lernens sind die Motivationen so vielschichtig; Karatedo ist mit meiner
Persönlichkeit verwoben. Es gibt noch so viel zu lernen und so wenig Zeit... Und letztendlich ich freue mich einfach, mit meiner Familie, meinen Lehrern und meinen Schülern zusammen zu trainieren.
Was war Dein größter sportlicher Erfolg bisher?
Es gab mehrere. Mehrfacher deutscher Hochschulmeister, deutsche Vizemeister, bayerische Meister... jeder für sich einzigartig. Erfolge dieser Art sind aber heute nicht mehr so wichtig für mich: Andere zu Erfolgserlebnissen zu führen und
mein Karatedo zu entdecken ist mir viel wichtiger.
Was war im Karate eine große Enttäuschung für Dich?
Enttäuschungen gab es keine. Ich habe nur meine Probleme damit, dass Sachentscheidungen so oft an Personen aufgehängt werden und nicht um der Sache willen entschieden werden.
Was motiviert Dich dazu im Bezirk Obb. mitzuarbeiten?
Verbundenheit, Spaß, das neue Team, die Überzeugung, etwas bewegen zu können... und eine satte Portion naiver Idealismus.
Wenn Du Deine Überzeugung in einem Satz zusammenfassen müsstest, wie würde der lauten?
Kann ich nicht, das würde zu sehr simplifizieren. Ein Satz reicht bei weitem nicht für eine Beschreibung aus. Aber die Grundtendenzen sind mit mit diesen zwei Sätzen vielleicht
angedeutet: Freue dich am Leben aus ganzem Herzen - und nimm dich nicht zu wichtig! |