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Übersicht über alle Meldungen
Training mit Anki Takahashi beim USC München
(22.04.2009)
Bericht:
Carolin Heilmann
Fotos: Bernhard Schmidt (http://www.schmidt-photo.com)
Am Mittwoch,
den 22. April durften wir Sensei Anki Takahashi aus Japan im USC München
begrüßen.
Der 1940 geborene Träger des 9. Dans ist lehrendes Mitglied der
Karate-Zentrale der JKA in Tôkyô und Mitglied im Gremium der Großmeister,
dem Shihan-kai der JKA. Einmal im Jahr reist er nach Deutschland, um dort
Freunde zu besuchen und Lehrgänge zu geben. Dieses Jahr entschloss er
sich, dem Münchner Dojo einen Besuch abzustatten. Bereits am Dienstag
reiste er zusammen mit Sensei Schlatt an und lernte die bayrische
Landeshauptstadt bei einer Sightseeing-Tour kennen und lieben. Auch am
Mittwoch standen noch Sehenswürdigkeiten und Kultur auf dem Programm,
bevor es dann um 19.30Uhr zum Pestalozzi Gymnasium ging.

Dort hatten sich ca. 80
Karateka eingefunden, um beim Training mit Sensei Anki dabei zu sein. Die
Halle schien aus allen Nähten zu platzen und trotz der Aufstellung in 6
Reihen, blieb uns nur Platz für
3 Bewegungen vor und zurück. Doch wer gedacht hatte, dass es deswegen
weniger anstrengend werden würde, hatte sich geirrt! Dem kurzen Aufwärmen
folgte eine lange Einheit Kihon. Dabei beschränkte er sich auf die
Grundtechniken und betonte immer wieder wie wichtig die Vermeidung von
„kleinen“ und unscheinbaren Fehler ist. Er beobachtete alle ganz genau und
ging immer wieder auf einzelne Teilnehmer zu, um geduldig deren Technik
und Stellung zu korrigieren. Denn er sieht es als persönliches Anliegen
jeden, der Interesse zeigt, auf seinem Karateweg zu fördern. Völlig
fasziniert waren alle vom Mawashi-Geri des als exzellenten Beintechnikers
bekannten Sensei. Trotz eines Altersunterschiedes von teilweise bis zu
50Jahren, wird wohl keiner von uns diese Bewegungsdynamik entwickeln
können wie der 69-Järhige! Dem Kihon folgten
2 kurze Einheiten mit Kumite und Kata. Auch hierbei legte Anki-Sensei
größten Wert auf die exakte und technisch korrekte Ausführung. Beendet
wurde das Training nach dem Abgrüssen mit einem lauten OSS und der
Übergabe von zwei Gast-Geschenken des USC Dojos: einem bayrischen Haferl
und „einem Quadratmeter Bayern“ in Form eines Dusch-Handtuchs, die der
Sensei Freude strahlend entgegen nahm.

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Zum gemütlichen
Ausklang des Abends traf man sich im nahe gelegenen urbayrischen
Wirtshaus in der Au. Hellauf begeistert war Anki-Sensei von unserer
Idee in Dirndl und Lederhose zu erscheinen! Er konnte sich gar nicht
satt sehen. Spätestens jetzt wurde klar, dass Sensei-Anki, der auch
Zenpriester und Kalligraph ist, ein „Sensei zum Anfassen“ ist. Er
lebt nicht in unnahbaren Höhen, sondern scherzt gerne, freut sich
über jedes Gespräch, genießt es inmitten der Karateka zu sitzen und
jeden mit Handschlag zu verabschieden. Ich denke, für uns alle war
dieser kleine Lehrgang eine sehr lehrreiche Erfahrung und hat uns
den japanischen Geist der Kampfkunst wieder ein Stückchen näher
gebracht. Domo arigatou gozaimashita an alle, die zum Gelingen des
Lehrgangs im Vorfeld beigetragen haben, domo arigatou gozaimashita
Sensei Schlatt für die Übersetzungen aus dem Japanischen und domo
arigatou gozaimashita natürlich Sensei Anki für das tolle Training!
Noch mehr Bilder zum Training findet Ihr auf der Homepage des USC
Karate Dojos München
(www.karate-usc.de) und Infos zu Sensei Anki und seine Tätigkeit als
Kalligraph gibt`s bei schlatt-books (www.schlatt-books.de) |
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