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Geza Abraham
Gedächtnisturnier
25 jähriges Jubiläum des Karate-Club Neuburg
(21.06.2008)
Der Weg der leeren Hand
von Xaver Habermeier

Neuburg – „oberstes Ziel ist weder der Sieg noch die Niederlage, sondern die Vervollkommnung
des Charakters“ – mit diesen Worten umschrieb Gichin Funakoshi die Philosophie von Karate.
Oberbürgermeister Bernhard Gmehlin, Schirmherr des Jubiläumsturniers „30 Jahre Karate-Club
Neuburg“, definierte den ganzheitlichen Ansatz so: „Bei Karate geht es nicht nur um Freude
an der Bewegung und am sportlichen Wettkampf, sondern auch um mentale Inhalte. Die Sportart
zielt auf Harmonie von Körper und Geist ab.“

All diese Attribute waren bei den 130 jungen Teilnehmern aus zwölf bayerischen Vereinen und
den Gastgebern der Donaustadt in der Mehrzweckhalle im Ostend sicht- und spürbar. „Übersetzt
bedeutet Karate-Do so viel, wie der Weg der leeren Hand. Im wörtlichen Sinn heißt das, dass
der Karatekämpfer waffenlos, seine Hand leer ist.“, sagte Maximilian Ries, Vorsitzender des
Karate-Club Neuburg, eingangs des Jubiläumsturniers und erinnerte an die Gründung 1978, als
einige begeisterte Karateka aus der Donaustadt, Karlshuld und Ingolstadt den Verein ins Leben
riefen.

Dank einer intensiven Trainingsarbeit von Geza Abraham suchten sie schon ein Jahr später
Herausforderungen in Gürtelprüfungen. Weiter beinhaltet die Chronik Erfolgsserien von Abraham,
Konstantina Stefanidou, Thomas, Josef und Max Ries.
Einige Sportler der ersten Stunde sind noch immer unermüdlich für den Karate-Club tätig, wie
zum Beispiel Josef Ries als Trainer. Weiter lobte der amtierende Vereinschef Maximilian Ries
das Engagement der Vize Manuela Ries, die federführend das Turnier vorbereitete.

Die zwölf Teams aus der Region und weit darüber hinaus pflegen zu den Neuburgern gute Kontakte
und freuten sich auf den Wettkampf. Angesagt war Karate mit den zwei grundsätzlichen
Wettkampfdisziplinen. Beim „Kumite“ (Freikampf) stehen sich zwei Karateka gegenüber und
versuchen wertbare Stoß-, Schlag- und Tritttechniken anzubringen. Die Kriterien sind so
gehalten, dass die Techniken mit wenig Körperkontakt nur angedeutet werden – ist es doch
oberstes Ziel, dass Verletzungen der Partner ausgeschlossen sind.
In der Disziplin „Kata“ kämpfen die jungen Teilnehmer in einer Abfolge genau festgelegter
Angriffs- und Abwehrtechniken gegen mehrere imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen
Richtungen nähern. Bewertet wurden bei den 130 Teilnehmern, wie sie Ästhetik in Einklang mit
Kampfgeist, Dynamik und Rhythmik brachten.
Bei der Siegerehrung lobte der Vorsitzende Ries die gezeigten Leistungen, den tropischen
Temperaturen in der Mehrzweckhalle zum Trotz. Nach dem Turnier wurde im Schwaighölzl das
traditionelle Grillfest mit kulinarischen Schmankerln und Livemusik in kameradschaftlicher
Stimmung aller Generationen gefeiert. |
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