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B-Trainer Gewaltprävention im DOSB
(15.06.2008)
Bericht:
Christian Gembe
Fotos:
Christian Gembe, Elmar Griesbauer
Erfolgreicher Abschluß der bundesweit ersten Ausbildung
zum
"B-Trainer Gewaltprävention" im DOSB
Ingolstadt. Unter der souveränen und sachkundigen Leitung des Lehrbeauftragten im Bayer.
Karate Bund BKB, Elmar Griesbauer, konnten am 15.06.08 neun Karateka ihre B-Trainer Lizenz
"Gewaltprävention" im Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB) entgegennehmen. Bundesweit
erstmalig war dieser Lehrgang, den der BKB im Auftrag des DKV organisiert hatte, an drei
Wochenenden durchgeführt worden, deren Abschluß eine schriftliche Prüfung und eine praktische
Demonstration bildete.
Ein besonderes Lob verdient die Organisation und Verpflichtung hochrangiger Referenten und
Experten und die Gestaltung der theoretischen und praktischen Lehrinhalte und Einheiten.
"Gewaltprävention im Rahmen des Karateunterrichtes an Vereinen und Schulen" war das
Einstiegsthema des Schulsportreferenten im BKB, Claus-Peter Lippert, allerdings nicht nur als
trockene Vorlesung, sondern eben auch als konkrete Übungseinheit in der Halle. Und dieses
Konzept wurde auch bis zum Abschluß so beibehalten, indem die Teilnehmer die jeweiligen
Referats- und Vorlesungsinhalte sofort in der Halle bzw. auf der Matte anwenden und umsetzen
mußten.
Gleichzeitig wurde die vorrangige Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen mit ihren
vielfältigen Problemen ausführlich diskutiert und an zahlreichen Fallbeispielen erörtert. Dies
war auch ganz im Sinne von Wolfgang Weigert, dem BKB-Präsidenten und Vize-Präsidenten des DKV,
der es sich nicht nehmen ließ, die Lehrgangsteilnehmer am ersten Wochenende persönlich zu
begrüßen und auf die Wichtigkeit einer vorbeugenden Arbeit insbesondere unter Kindern und
Jugendlichen hinzuweisen.
Wenn dann Persönlichkeiten wie Shihan Jamal Measara, Sensei Helmut Cornielje oder Sensei Mike
Croll die selbstverteidigungsspezifischen Einheiten persönlich anleiten, kommt natürlich
besondere "Freude" auf, denn letztendlich lag jeder von uns immer auf dem Boden. Selten wurde
uns der Unterschied zwischen sportlichem Karatewettkampf, traditioneller Karatekampfkunst und
den tatsächlichen Einsatzmöglichkeiten unserer leeren Hände und Füße so bewußt.
Ganz nebenbei und selbstverständlich wurde den Teilnehmern dann auf der Matte klar, daß zum
Karate - die alten Meister haben es ja schon so gelehrt - Hebel, Würfe und die grundlegende
Kenntnis der menschlichen Anatomie gehö-ren, von einer ordentlichen Fallschule ganz zu
schweigen.
Dr. Roland Pfister, der Leiter der medizinischen Kommission des BKB, ergänzte die Ausbildung
mit seinen Ausführungen zur medizinischen Wirkungsweise unserer Kampfkunst ebenso, wie Gerhard
Himmel, im Hauptberuf Polizei-beamter, mit einem ausführlichen Einblick in die polizeiliche
Statistik und die Möglichkeiten, im Sinne der Gewaltprävention künftig an Schulen oder in den
Vereinen tätig zu werden. Elmar Griesbauer schließlich beleuchtete die juristische Dimension
des Themenkomplexes.
Die Teilnehmer schließlich waren sich am Ende des Lehrganges einig, daß sie mit dieser
hochqualifizierten Ausbildung das notwendige Rüstzeug erhalten haben, um in ihrem Heimatverein
oder Dojo nicht nur das allgemeine Trainingsangebot zu verbessern, sondern durch spezielle
Kurse auch neue, dem Karate bislang vielleicht skeptisch oder gar ablehnend gegenüberstehende
Interessenten gewinnen zu können.
Christian Gembe
TSV Ottobrunn e.V.
im Auftrag der Teilnehmergruppe |

Die Teilnehmer am Ende des
Lehrgangs, Zweiter von rechts:
Elmar Griesbauer

Helmut Cornielje sollte man
besser nicht in den
Schwitzkasten nehmen

Mike Croll zeigt eine Befreiung
aus vermeintlich hoffnungsloser
Position.
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