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Bayerischer Meistertitel an Schüler-Kata-Team
„Dabei sein ist alles, aber Siegen ist besser“. Getreu diesem Motto traten
die Erdinger Karatekas am 3./4. März bei den Bayerischen Meisterschaften
in Ingolstadt an und kehrten in ihrer Paradedisziplin „Kata“ (Kampf gegen
einen imaginären Angreifer) mit einem Meister-, zwei Vizemeistertiteln,
zwei vierten Plätzen und weiteren guten Platzierungen erfolgreich zurück.
Leicht wurde es ihnen nicht gemacht, waren doch insgesamt 750 Aktive aus
über 90 Vereinen an den Start gegangen. Soviel Teilnehmer hatte es bislang
bei bayerischen Meisterschaften noch nie gegeben, was den Organisatoren
der Veranstaltung dann auch allerhand abverlangte, um alles reibungslos
ablaufen lassen zu können.
Eine gute Psyche bewies dabei wieder einmal Stefan Borgs, der gleich
doppelt gefordert war. Parallel zur zeitgleichen Erneuerung seiner
Landeskampfrichterlizenz nämlich trat er auch in der Seniorenklasse Ü30 im
Einzelwettbewerb an. Ausgerechnet in seiner Parade-Kata „Empi“ patzte er
im Finale, als er nach gelungenem Sprung den geforderten „Kiai“
(Kampfschrei) vermissen ließ. Die Kampfrichter quittierten das mit
entsprechendem Punkteabzug, was ihm aber immerhin noch den bayerischen
Vizemeistertitel und die Teilnahme an den diesjährigen Deutschen
Meisterschaften eintrug! Der in der Klasse Ü50 gestartete Klaus Katzschner
errang mit „Gojo Shio Sho“ und „Jion“ einen guten 4. Platz.
Die
eindrucksvollste und nervenstärkste Leistung aber zeigte das weibliche
Schüler-Kata-Team, das sich mit Lisa Kirchner, Marina Albers und Geraldine
Rodschinka (s. Foto) gegen 12 Teams aus Bayern durchzusetzen wusste. Lag
die Mannschaft nach zwei Runden hinter den Straubingern noch auf dem
zweiten Platz, dicht gefolgt vom Team aus Höhenkirchen, steigerten sich
die Erdinger im Finale und überzeugten die Kampfrichter mit einem sehr gut
ausgeführten und konsequenten Bunkai (hier wird die Kata in Anwendung
präsentiert, wobei zwei der drei Mannschaftskollegen den dritten jeweils
angreifen). Die Mitbewerber zeigten hier Nerven und begingen Fehler, so
dass die Erdinger das Finale mit 3:2 Punkten für sich entscheiden konnten
und verdient den bayerischen Meistertitel erhielten. Diese hervorragende
Platzierung spiegelte sich auch in den Plätzen der Einzelwettbewerbe
wider, wo allein 64 (!) Teilnehmer antraten. Im dramatischen Stechen um
Platz 1 unterlag die Erdingerin Lisa Kirchner mit „Sochin“ denkbar knapp
mit 2:3 und sicherte sich noch zusätzlich den bayerischen
Vizemeistertitel, während Marina Albers noch einen hervorragenden 4. Platz
erkämpfte. Damit hat die junge Kämpferin sowohl im Team als auch im Einzel
die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft erreicht. Tatjana Ramsch
(Mittelfeldplatzierung) und Alex Granz (Platz 12 in der Klasse Jugend)
schlossen mit ihren achtbaren Darbietungen den erfolgreichen Auftritt des
Erdinger Team ab.
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