Auch in diesem Jahr konnte die Karateabteilung für einen landesweit
ausgeschriebenen Karatelehrgang wieder die bundesdeutschen
Spitzenkarateka`s Fritz Oblinger (5. DAN) und Lothar Ratschke (6. DAN)
gewinnen.
Über 150 Sportler, davon 26 Kinder, folgten dem Ruf in die Innstadt. Der
Lehrgang fand am Samstag in die Dreifachturnhalle der Berufsschule statt.
Den weitesten Weg hatten die teilnehmenden Sportler aus Erfurt in
Thüringen.
Der Trainingstag war in verschiedene Trainingseinheiten, abgestuft nach
Gürtelgraden, eingeteilt. Jeder Teilnehmer hatte so die Möglichkeit bei
den beiden Karatemeistern zu trainieren.
Die Trainer verstanden es meisterlich die anwesenden Sportler in ihren
Bann zu ziehen und Teile ihres großen Könnens und Erfahrungsschatzes den
Sportlern mit auf ihren weiteren Lebensweg mit zu geben.
Neben dem Training der Grundtechniken, zeigten und erklärten die Meister
die Besonderheiten verschiedener KATAS, das ist eine Abfolge von
verschiedenen genau vorgeschriebenen Karatetechniken, und deren Anwendung
im sogenannten Bunkai. Natürlich gab es noch wichtige Tipps für die im
Anschluss an das Trainingseinheiten stattfindenden Gürtelprüfungen.
Ab 16.00 fanden die Prüfungen für die verschiedenen Graduierungsstufen,
von weiß bis braun, statt. Den strengen Anforderungen der Prüfungsordnung
und der Prüfer stellten sich 38 Lehrgangsteilnehmer: Fast alle konnten
nach der Prüfung die Urkunde für den nächst höheren Gürtelgrad entgegen
nehmen.
Der Verein hatte beim Deutschen Karatebund beantragt, eine DAN-Prüfung,
das ist die Prüfung zum schwarzen Gürtel, abhalten zu dürfen.
Oblinger und Ratschke führten gemeinsam die Schwarzgurtprüfung zur
Erlangung des 1. DAN oder eines höheren DAN-Grades durch. Zwölf Sportler
aus ganz Bayern hatten sich nach jahrelanger Vorbereitungszeit zur Prüfung
für den Meistergrad beim Deutschen Karatebund (DKV) angemeldet. Geprüft
wurde das ganze Spektrum der Karate-Grundtechniken, die Kata (Formenkampf)
mit Bunkai (Anwendung) und das Kumite (freier Kampf). In der etwa
einstündigen Prüfung musste jeder Prüfling beweisen, dass er dem
psychischen und körperlichen Stress gewachsen war und die Techniken auf
hohem Niveau beherrscht. Die beiden Senseis (Meister) konnten zu später
Stunde allen DAN-Anwärtern das DAN-Diplom des Deutschen Karatebundes
überreichen.
Abteilungsleiter Albert Patzelt ehrte im Rahmen des Lehrgangs für
25-jährige Mitgliedschaft Helmut Rank und Annemarie Schallmoser. Patzelt
würdigte die langjährige Tätigkeit von Frau Schallmoser für den Verein
als Abteilungsleiter, Trainer und Prüfer und ihr Engagement beim
Bayerischen Karatebund als stellvertretende Bezirksvorsitzende. Sie ist
Trägerin des 4. DAN, lizenzierter B-Trainer und Selbstverteidigungstrainer
und damit eine herausragende und engagierte Sportlerin in der
Karateabteilung des TSV 1860 Mühldorf. Als Anerkennung überreichten
Oblinger und Ratschke den beiden geehrten Sportlern eine Ehrenurkunde und
die bronzene bzw. silberne Ehrennadel des Bayerischen Karatebunds.
Abteilungsleiter Patzelt erläuterte nochmals erfreut, dass es der
Annemarie und ihrer Bitte an die Geschäftsleitung von ODU zu verdanken
sei, dass die Lehrgangsteilnehmer aus der Karateabteilung des TSV
Mühldorf so schöne weiße T-Shirts mit dem Abteilungslogo und dem
Firmenlogo von ODU tragen können. Auch den Lehrgangsleitern gefiel das
neue Outfit. Unser Dank gilt dem Sponsor.
Am Ende des
Lehrgangs würdigten die Karatemeister in einer kurzen Ansprache die gute
Organisation des Lehrgangs und zeigten sich mit den Leistungen der
Lehrgangsteilnehmer zufrieden. Das Ziel eines solchen Lehrgangs ist dann
erreicht, wenn jeder Sportler für sich und seine persönliche sportliche
Entwicklung mitnehmen kann. Auch die schöne Sporthalle des Landkreises
Mühldorf und die Betreuung der Sportler durch das Organisationsteam der
Karateabteilung hoben die beiden Karatemeister hervor. Das sind die Gründe
dafür, dass sie immer wieder gerne nach Mühldorf kommen.

Die Geehrten
Rank und Schallmoser mit Abteilungsleiter Patzelt |