Oberbayerisches Team erfolgreich bei
Münchner Open 2004
Die 3. offenen Münchner Meisterschaften 2004, hervorragend ausgerichtet und veranstaltet von Tobias Warzel (IKOM), waren als Trainingsturnier für die oberbayerische Mannschaft des BKB gedacht – und wurden doch anspruchsvoller als vermutet. Neben Teams aus der Schweiz, Italien, Polen und natürlich Deutschland war auch die albenische Nationalmannschaft vertreten, die den oberbayerischen Kumite-Athleten schnell die Grenzen aufzeigte.
Der Bezirk Oberbayern schickte ein motiviertes oberbayerisches Team in die Landeshauptstadt, um bei einem doch ungewöhnlichen Turnier den aktuellen Trainingsstand der Athleten zu testen. Ungwöhnlich deshalb, weil das Wettkampfregelement sich, um verschiedene Karateverbände zusammenzubringen, an dem alten WUKO-Reglement mit Punktesystem für Kata und Shobu-Sanbon für Kumite orientierte und dass eine Disziplin „Hardstyle Kata“ angeboten wurde – letztendlich nichts anderes als eine stiloffene Kata-Klasse, da in den anderen Kata-Wettbewerben nur Shotokan zugelassen war. Dass die oberbayerischen Athleten damit aber keine Probleme hatten und sich flexibel um- bzw. „zurückstellen“ konnte, zeigte letztendlich nicht nur der Medaillenspiegel, sondern auch die positive Resonanz über Ausrichtung und Veranstaltung, die von Athleten und Betreuern ausging. Mit vier ersten Plätzen, sechs Silbermedaillen und fünf dritten Plätzen brauchten sich die oberbayerischen Athleten nicht verstecken. Überragend waren hier die Kata-Athleten, die alle Goldmedaillen und vier der sechs Silbermedaillen errangen.
Maike Wilhelmi und Daniel Nikmond waren hier die Athleten des Tages bei den Weiss-Blauen. Die beiden Kaderathleten errangen alle Goldmedaillen – jeweils in den Disziplinen Kata Einzel und Hardstyle. Die Grasbrunnerin Maike Wilhelmi dominierte hier die Damen konkurrenzlos und holte sich mit überragenden Punkteabständen die Titel. Für Daniel war es etwas schwerer, er hatte eine schärfere Konkurrenz zum Beispiel mit seinem Teamkollegen Philip Takano, trotzdem setzte er sich deutlich durch. Leider war es für Daniel auch ein Abschied vom Wettkampf, er zieht sich nach langer erfolgreicher Zeit vom Wettkampfdasein zurück, wird aber seinem Heimatverein SC Eching und Oberbayern als Trainer erhalten bleiben.
Die oberbayerischen Kumite-Athleten sahen sich starker Konkurrenz aus der Schweiz und vor allem aus Albanien gegenüber und so blieben die ersten Plätze diesen Nationen vorbehalten. Dennoch schlugen sich die jungen Bayern wacker – beide Kumite-Mannschaften konnten sich aufs Treppchen vorkämpfen, im Einzel war es der Münchner Udo Friedl, der im Finale eines Einzelwettbewerbes stand. Er musste sich Mirandi Backa vom Team Albanien deutlich geschlagen geben. Alle anderen Dritten Plätze bieben dann oberbayerischen Athleten vorbehalten, die manchmal nicht ganz zufrieden über ihre Leistungen sein konnten.
Trotzdem ein toller Erfolg und sicherlich ein toller Tag für alle Athleten, der nicht nur viel Medaillen, sondern auch viel Erfahrung brachte.
Ergebnisse der 3. offenen Münchner Meisterschaften
1. Plätze
Kata Einzel der Damen: Maike Wilhelmi
Hardstyle: Maike Wilhelmi
Kata Einzel Herren: Daniel Nikmond
Hardstyle Herren: Daniel Nikmond
2. Plätze
Kata Einzel der Damen: Sabine Schüler
Hardstyle: Sabine Schüler
Kata Einzel Herren: Philip Takano
Hardstyle Herren: Philip Takano
Kumite Einzel -65 kg: Udo Friedl
Kumite Mannschaft: Oberbayern Team 1
3. Plätze
Kumite Einzel -75kg: Alexander Kirst
Kumite Einzel +75kg: Robert Schuster
Kumite Einzel +75kg: Daniel Blagaic
Kumite Allkat: Udo Friedl
Kumite Mannschaft: Oberbayern Team 2
4. Plätze
Kata Einzel Herren: Robert Schuster
Kata Einzel Kinder: Laura Grabowski
Kumite Einzel -75kg: Peter Rockel
Autor: Karl
Michael Schölz

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