Oberbayerisches Team erfolgreich bei
Austrian Open 2004
Es war ein kleines, aber feines und junges
Team, dass der Karate-Bezirk Oberbayern dieses Jahr auf die Austrian Open
2004 der Senioren auf die internationale Bühne schickte. In einem gut
ausgerichteten und sehr hochklassigen Turnier mit vielen Nationalteams
z.B. aus Österreich, Belgien, Jugoslawien, Kroatien, Slowenien u.a.
setzten sich die oberbayerischen Athleten sehr gut durch und zeigten nicht
nur mit den von Sportland gesponsorten Kaderanzügen, dass sie eine
Mannschaft sind - Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung waren und
sind ein Markenzeichen des oberbayerischen Teams. Betreut wurde das Team
von Kumitetrainer Savas Gönenler und Sportwart und Katatrainer Michael
Schölz sowie von den Kampfrichtern Gudrun Hisatake und Franz Ippisch, die
mit wachem Auge das Kampfrichterteam und die oberbayerischen Athleten
unterstützten.
Alle oberbayerischen Athleten haben gute Leistungen gezeigt und fast alle
haben in Kata wie in Kumite ihre Erstrunden-Begegnungen gewonnen, so dass
wenn nicht eine Medaille doch viel neue Erfahrung und Wettkampfroutine
heraussprang. Bedenkt man, dass das Team mit einem Durchschnittsalter von
21 (!) antrat und dass dieses Turnier als Vorbereitungsturnier auf die
kommenden Weltmeisterschaften in Mexiko ausgerichtet und genutzt wurde,
können die Bezirkstrainer sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer
Schützlinge sein. Die beste Platzierung mit einem zweiten Platz erreichte
im Kumite Einzel Mladenka Urban. Sie setzte sich in ausgezeichneten und
taktisch ausgefeilten Kämpfen durch und verlor erst im Finale sehr knapp
mit 2:3 gegen die serbische Athletin Snezana Peric. Dass sie hier mit
ihrer Erfahrung und ihrer kämpferischen Einstellung, ihre zum Teil
wesentlich jüngeren Kontrahentinnen geradezu vorführte, war für
Kumitetrainer Savas sehr zufriedenstellend: "Sie ist ein echtes
Vorbild".
Thomas Pitzler wurde für seine Kämpfe mit einem fünften Platz belohnt.
Er war der jüngste Athlet im Feld und setzte sich gegen einige
Nationalkaderathleten souverän und mit klasse Kämpfen durch. Im kleinen
Finale, dass hier ausgekämpft wurde, verlor er zwar ebenfalls knapp, an
diesem Tage wäre durchaus mehr drin gewesen - Thomas hat hier noch viel
Potenzial. Am Rande sei bemerkt, dass er in einer seiner Vorrundenkämpfe
auf den österreichischen Nationalkaderathleten Franz Mauch traf, der hier
sich hier für die WM in Mexiko qualifizieren musste. Dies schaffte er
nicht, Thomas besiegte ihn in einem schnellen und sauberen Kampf deutlich
- noch ein Hinweis auf die Klasse des Neunzehnjährigen aus
Trostberg.
Im Kata war es letztendlich die Kata Mannschaft mit Katharina Ganser,
Mirjam Redzic und Lucia Biberacher, die mit einem vierten Platz die beste
Platzierung der oberbayerischen Kata-Athleten erreichte. Denn hier wurde
das kleine Finale interessanterweise ausgekämpft. Immerhin traten sie
ebenfalls gegen Nationalteams an und auch hier waren sie die mit Abstand
jüngsten Teilnehmerinnen - also auch da gibt es viel Potenzial für die
Zukunft. Aber als Test für die Deutschen Meisterschaften im Herbst in
Villingen war für die Grasbrunner Kata Mannschaft dieses Turnier sehr gut
geeignet.
Im Kata Einzel war es aufgrund der Masse der Starter ungleich schwerer
für die oberbayerischen Athleten, sich durchzusetzen und nur Maike
Wilhelmi schaffte es sich auf einen hervorragenden fünften Platz
vorzukämpfen - ein toller Erfolg für die Grasbrunner
Wettkampfnewcomerin.
Alles in allem haben die oberbayerischen Kaderathleten ein erfreuliches
Bild abgegeben - die Bezirkstrainer Gönenler und Schölz zeigten sich
zufrieden. Jedoch ist noch viel Arbeit notwendig, vor allem an der Basis
und der Qualifikation der Trainer, die hier im Wettkampfbereich besonders
gefördert werden müssen, wenn Oberbayern weiter im Wettkampfgeschehen
erfolgreich sein möchte.
Autor: Karl
Michael Schölz

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