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Austrian Open 2004 in Salzburg
 
(25.09.04)'

Oberbayern trittsicher im internationalen Feld 
Mladenka Urban erfolgreichste Teilnehmerin
 
Ein Bericht von Karl Michael Schölz.

 

 

 
Oberbayerisches Team erfolgreich bei Austrian Open 2004

Es war ein kleines, aber feines und junges Team, dass der Karate-Bezirk Oberbayern dieses Jahr auf die Austrian Open 2004 der Senioren auf die internationale Bühne schickte. In einem gut ausgerichteten und sehr hochklassigen Turnier mit vielen Nationalteams z.B. aus Österreich, Belgien, Jugoslawien, Kroatien, Slowenien u.a. setzten sich die oberbayerischen Athleten sehr gut durch und zeigten nicht nur mit den von Sportland gesponsorten Kaderanzügen, dass sie eine Mannschaft sind - Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung waren und sind ein Markenzeichen des oberbayerischen Teams. Betreut wurde das Team von Kumitetrainer Savas Gönenler und Sportwart und Katatrainer Michael Schölz sowie von den Kampfrichtern Gudrun Hisatake und Franz Ippisch, die mit wachem Auge das Kampfrichterteam und die oberbayerischen Athleten unterstützten. 
 
Alle oberbayerischen Athleten haben gute Leistungen gezeigt und fast alle haben in Kata wie in Kumite ihre Erstrunden-Begegnungen gewonnen, so dass wenn nicht eine Medaille doch viel neue Erfahrung und Wettkampfroutine heraussprang. Bedenkt man, dass das Team mit einem Durchschnittsalter von 21 (!) antrat und dass dieses Turnier als Vorbereitungsturnier auf die kommenden Weltmeisterschaften in Mexiko ausgerichtet und genutzt wurde, können die Bezirkstrainer sehr zufrieden mit den Leistungen ihrer Schützlinge sein. Die beste Platzierung mit einem zweiten Platz erreichte im Kumite Einzel Mladenka Urban. Sie setzte sich in ausgezeichneten und taktisch ausgefeilten Kämpfen durch und verlor erst im Finale sehr knapp mit 2:3 gegen die serbische Athletin Snezana Peric. Dass sie hier mit ihrer Erfahrung und ihrer kämpferischen Einstellung, ihre zum Teil wesentlich jüngeren Kontrahentinnen geradezu vorführte, war für Kumitetrainer Savas sehr zufriedenstellend: "Sie ist ein echtes Vorbild". 
 
Thomas Pitzler wurde für seine Kämpfe mit einem fünften Platz belohnt. Er war der jüngste Athlet im Feld und setzte sich gegen einige Nationalkaderathleten souverän und mit klasse Kämpfen durch. Im kleinen Finale, dass hier ausgekämpft wurde, verlor er zwar ebenfalls knapp, an diesem Tage wäre durchaus mehr drin gewesen - Thomas hat hier noch viel Potenzial. Am Rande sei bemerkt, dass er in einer seiner Vorrundenkämpfe auf den österreichischen Nationalkaderathleten Franz Mauch traf, der hier sich hier für die WM in Mexiko qualifizieren musste. Dies schaffte er nicht, Thomas besiegte ihn in einem schnellen und sauberen Kampf deutlich - noch ein Hinweis auf die Klasse des Neunzehnjährigen aus Trostberg. 
 
Im Kata war es letztendlich die Kata Mannschaft mit Katharina Ganser, Mirjam Redzic und Lucia Biberacher, die mit einem vierten Platz die beste Platzierung der oberbayerischen Kata-Athleten erreichte. Denn hier wurde das kleine Finale interessanterweise ausgekämpft. Immerhin traten sie ebenfalls gegen Nationalteams an und auch hier waren sie die mit Abstand jüngsten Teilnehmerinnen - also auch da gibt es viel Potenzial für die Zukunft. Aber als Test für die Deutschen Meisterschaften im Herbst in Villingen war für die Grasbrunner Kata Mannschaft dieses Turnier sehr gut geeignet. 
 
Im Kata Einzel war es aufgrund der Masse der Starter ungleich schwerer für die oberbayerischen Athleten, sich durchzusetzen und nur Maike Wilhelmi schaffte es sich auf einen hervorragenden fünften Platz vorzukämpfen - ein toller Erfolg für die Grasbrunner Wettkampfnewcomerin. 
 
Alles in allem haben die oberbayerischen Kaderathleten ein erfreuliches Bild abgegeben - die Bezirkstrainer Gönenler und Schölz zeigten sich zufrieden. Jedoch ist noch viel Arbeit notwendig, vor allem an der Basis und der Qualifikation der Trainer, die hier im Wettkampfbereich besonders gefördert werden müssen, wenn Oberbayern weiter im Wettkampfgeschehen erfolgreich sein möchte.

Autor: Karl Michael Schölz