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15. Februar 2003, die Oberbayerischen
Meisterschaften begannen furchtbar! Furchtbar? Tippfehler? Müßte vielleicht „fruchtbar”? Nein, nein, ich bleibe dabei furchtbar. Trotz sehr guter Organisation, trotz guter Stimmung, trotz guter Leistungen und Kämpfe. Ja, warum
denn furchtbar? Nun, die Halle hatte kein Schiebedach! Ich meine, ich persönlich finde die Sonne sehr nett. Leider versteckt sie sich seit Wochen und Monaten immer wieder äußerst erfolgreich hinter Wolken. Und ausgerechnet wenn
wir, Organisatoren, Kampfrichter, Betreuer, Sportler und ja auch „Reporter” liebend gerne in den Gefilden einer Halle verweilen, zeigt sie sich in voller Pracht und schaut neugierg, die Kamera störend, durch alle Ritzen in alle möglichen
Ecken. Andererseits, mit der Sonne als Ehrengast....., die Pokale blitzten jedenfalls prachtvoll, begehrliche Blicke stolz ignorierend. In vornehmer Zurückhaltung hingegen das Reich der Wettkampfleitung. Auf den ersten Blick gar nicht
zu entdecken und doch immer freundlich, hilfsbereit und bemüht jede Frage schnellstmöglich zu beantworten. Nur der Laptop fiel in Ungnade und erntete giftige Blicke, konnte aber nicht verhindern das alle Listen und Urkunden
rechtzeitig fertig wurden. Und davon brauchte man reichlich. Zuerst für die Schüler. Eifrig bemüht Leistung zu zeigen gingen sie in die Wettkämpfe. Bei Kata noch nicht so ausdruckstark aber doch schnell und dynamisch, und mit
überraschend wenig patzern. Im Kumite hingegen sah man wenig Fußtechniken und noch weniger Würfe, dafür fegten sie mit tsuki Techniken quer über die Matte. Am wenigsten bergeistert zeigten sie sich bei dem ein oder anderen
unkontrollierten Treffer. Aber die waren nicht besonders schlimm und für Doc Pfister und seine Crew wurde es, auch am Nachmittag, ein eher ruhiger Tag.
Durchweg fröhliche Gesichter gab es bei der Siegerehrung, wo gerne die Medaillien und Pokale, übbereicht von Franz Ippisch in Teamwork mit dem Bürgermeister von Manching, entgegengenommen wurden. Teilweise sehr gute Leistungen gab es
dann bei der Jugend zu sehen. Auffallend M. Mück die technisch sehr saubere Goju-Ryu Kata zeigte und sich mit Seipai im Finale knapp durchsetzen konnte. Ansprechende Leistung auch beim Kata-Team aus Grasbrunn. Die zwar von der
unerwarteten Forderung der Kampfrichter nach Bunkai überrascht wurden, dies aber dann doch ganz gut hinkriegten. Bei den Junioren gab es dann die ersten wirklich dynamischen Kämpfe, inklusive spektakulärer Wurftechniken. In erster
Linie in Form großer Außensichel, im Judo OSoto Gari genannt. Leider, aus Sicht der „Geworfenen”, sind die Wettkampfmatten jeodch nicht ganz so weich, wie die beim Judo üblichen. Gab es schon bei den Schülern einen
Doppelgewinner in Kata und Kumite, so legte Mayer noch eins drauf. Gleich dreimal stand sie auf Platz 1 in Kata, im Kumite ihrer Klasse und im Kumite der Allkategorie. Im Fußball nennt man so was Hattrick, glaube ich. Eine kleine Überraschung
gab es im Kata Einzel der Junioren wo Watanabe trotz guter Gojushiho Sho im Finale Pitzler unterlag. Am Ende gab es durchweg zufriedene Gesichter, besonders bei einigen sehr erfolgreichen Vereinen. So wird es wohl bei den Trostbergern
ziemlich lange dauern bis das Anlächeln der zahlreichen Pokale nachläßt.
Autor: Herbert Hass |